COXARTHROSE

 

DEFINITION

Schmerzen: Anfangs tritt der Überlastungsschmerz auf,
gefolgt von Anlaufschmerz nach Bewegungsruhe.Später
kommt der Belastungsschmerz mit belastungsabhängigen
freien Intervallen hinzu,um im Endstadium in einem mehr
oder weniger ausgeprägten Ruheschmerz zu enden.

Schmerzlokalisation: Schmerzen in der Leiste,Hüft-
Außenseite(Trochanterregion)Gesäßmuskulatur,Ob-
erschenkelvorderseite bis zum Knie,Schmerzen beim beugen
der Hüfte mit zusätzlichem Schmerz im LWS – Bereich.

Bewegungseinschränkung: Zuerst tritt eine Einschränkung
der Drehung (Innenrotation) auf,gefolgt von der Ein-
schränkung der Abspreizfähigkeit.Die Unfähigkeit die Hüfte
komplett zu strecken wird Beugekontraktur genannt,sie führt
zu einer funktionellen Beinverkürzung.
Die Bewegungseinschränkung ist anfangs durch die Muskel –
Verspannung bedingt,später durch die Kapselverkürzung
verursacht.

1.    Störungen des Gangbildes
2.    Minderung der Muskulatur an Gesäß und Oberschenkel
3.    Beinverkürzung

DIAGNOSSICHERUNG

1.    Röntgenkontrolle – ist die häufigste Untersuchung

Typische Veränderungen sind die Verschmälerung des Gelenkspaltes – was auf einen Knorpelverlust hindeutet –
Knochenneuanlagerungen ( Osteophyten) an Pfanne oder Hüftkopf,Verformung des Hüftkopfes, Verkalkung der Gelenkkapsel.

2.    Kernspinuntersuchung oder Computertomographie
können eventuell Zusatzinformationen liefern.

BEHANDLUNG


1.    Konservativ (nicht operativ)
Ziel dieser Behandlung ist die Linderung oder gar
Beseitigung des Schmerzes.Der behandelte Arzt legt
Konkret die notwendige Therapie fest.

Verhaltensregeln; der Pat.soll sich so verhalten,dass ein tragbares Verhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit der erkrankten Hüfte erreicht wird,z.B. vermeiden von ganztägigem Stehen und gehen,Verringerung der Belastung auf die Gelenke (heben und tragen von Lasten,falls möglich Ruhe- Liegepausen einlegen)

Schuhwerk: mittelhohe Absätze oder Sohlenausgleich bei
Beinverkürzung.

Gehstock oder Unterarmgehstütze auf der gesunden Seite
Der Gehstock und das kranke Bein werden zusammen nach vorne gebracht,dann folgt das gesunde Bein.

Schwimmen und Fahrradfahren sind sehr Empfehlenswert
So wird die Beweglichkeit gefördert und die Muskulatur
gestärkt.

Zugbehandlung am Bein ( mit einem Gewicht von ca.1 kg)um eine Entspannung der Hüftmuskulatur zu erreichen.Dies kann auch zu Hause durch entsprechende improvisierte Techniken ( Manschette am Knöchel )
durchgeführt werden

Physikalische Maßnahmen: Massagen, feuchte Wärme ( Fangopackungen)Elektrotherapie,Ultraschall

Bewegungstherapie unter physiotherapeutischer Anleitung zwecks Dehnung der Gelenkkapsel und Muskulatur.

 

(Quelle: altenpflegeschueler.de)